Ängste bei Kindern mit Hypnose behandeln? Was Eltern wissen sollten

Wenn Ängste da sind

Ängste zeigen sich bei Kindern ganz unterschiedlich. Manchmal sind es Bauchschmerzen, ist es der Durchfall, das „In-sich-zurückziehen“ oder auch das „laut und rebellisch“ werden.
Egal ob hysterisch laut oder introvertiert leise: Es ist ein Hilferuf des Kindes.
In manchen Fällen kann es das ein Zeichen sein, mit dem Kinder ihre Ängste sichtbar machen. 

Viele Eltern sind oft ratlos und suchen nach wirksamen Wegen, ihrem Kind bei Ängsten zu helfen.
Hypnose kann eine Möglichkeit sein, dem Kind einen Weg aus der Angst zu zeigen.

Was Hypnose ist

Das Bild der Hypnose ist für viele Menschen oft ein falsches. Willenlos und ausgeliefert – das sind oft die Bedenken und Vorstellungen über Hypnose. 
Dabei ist Hypnose eine sanfte und oft zielführende Methode, die bei ganz unterschiedlichen Themen eingesetzt werden kann. 

  • Hypnose ist ein fokussierter, entspannter Zustand der Aufmerksamkeit, in dem der Patient Gedanken und Gefühle besser wahrnehmen kann.
  • Der Prozess wird gemeinsam mit dem Therapeuten gestaltet und bleibt immer in der individuellen Kontrolle des Patienten.

Die Bedeutung des Vertrauens 

Das Vertrauen ist die Basis jeder Behandlung. In dem Wort Vertrauen steckt das Wort: trauen = ich traue mich, ich  bin mutig und öffne mich für neue Erfahrungen.
Es bedeutet aber auch: Ich traue es mir zu und ich traue es dir zu!
Es ist also das Vertrauen in dich selbst, dass Veränderung geschehen darf, aber auch das Vertrauen, welches du deinem Therapeuten schenkst.
Warum Vertrauen so wichtig ist: 

  • Vertrauen schafft den sicheren Rahmen
  • Vertrauen macht den Weg frei für Fantasie und Kreativität
  • Vertrauen kann den therapeutischen Prozess beflügeln

Wie Hypnose bei Ängsten helfen kann

Warum Hypnose gerade bei Ängsten unterstützend sein kann, hat mehrere Gründe:

  • Perspektivenwechsel: Hypnose kann deinem Kind helfen, Ängsten mit einer anderen Perspektive zu begegnen.
  • Distanz zum Thema:  Dabei werden Stressreaktionen aus sicherem Abstand beobachtet, Entspannungstechniken geübt und hilfreiche Bilder oder Gedanken entwickelt.
  • Mit Kreativität zum Lösungsprozess: Kreativität kann helfen, alternative und individuelle Bewältigungsstrategien zu entdecken und den Umgang mit angstauslösenden Situationen zu erleichtern.
  • Lösungsansätze und Ergebnisse der Hypnosesitzung variieren und sind immer individuell.

Wie Ängste abgebaut werden können

Wie Ängste abgebaut werden können, hängst stark von der Art der Angst und von der eigenen Persönlichkeit ab. Darum gibt es in meiner Praxis keine Standard-Behandlung.
Jedes Kind wird individuell behandelt und bekommt einen individuellen, angepassten Ablaufplan.

Dieser Ablaufplan enthält oft folgende Eckpunkte:

  • Veränderung von Gedankenmustern: Durch fokussierte Aufmerksamkeit können angstauslösende Gedanken in einen anderen Kontext gesetzt werden. Das Kind lernt, alternative Sichtweisen zu entwickeln, ohne dass die Angst sofort wiederkehrt.

  • Entspannungsreaktionen: Übungen zur Atmung, Muskelentspannung und innere Ruhe helfen, die körperliche Stressreaktion zu senken. Weniger Stress kann Ängste greifbarer machen und neue Reaktionen ermöglichen.

  • Positive Bilder und Ressourcen: Das Kind sammelt beruhigende Bilder oder Vorstellungen, die in angstauslösenden Momenten abrufbar sind. Diese Bilder dienen als Anker für Entspannung und Sicherheit.

  • Klare Grenzen und Selbstbestimmung: Das Kind bleibt in der Kontrolle, entscheidet mit, wann es eine Übung beendet oder pausiert. Freiwilligkeit ist zentral.

Dich interessiert das Thema Ängste oder bist selbst betroffen?
Dann melde dich gerne und lass uns sprechen wie ich dich oder deinem Kind bei dem Thema Ängste unterstützen kann.

Alles Gute für Dich!

Sybille Tremel
Heilpraktikerin in Wilhemlsdorf, Nähe Langenzenn, Neustadt an der Aisch, Emskirchen und Herzogenaurach