Viele Patientinnen kommen zu mir in die Praxis mit den Worten: „Mach das weg, ich will diese Heißhungerattacken nicht mehr haben!“
Ich kann das gut verstehen. In den Momenten einer Heißhungerattacke scheint der Verstand und die Kontrolle oft vollständig außer Kraft gesetzt zu sein. Langfristig kann emotionales Essen sogar zu gesundheitlichen Problemen wie Übergewicht oder Adipositas führen.
Dieses „Einfach wegmachen“ ist ein komplexer Prozess, der auf Verstehen und bewusster Veränderung basiert. Es ist kein Knopfdruck, sondern eine Reise, bei der es wichtig ist, sich selbst und die eigenen Verhaltensmuster besser kennenzulernen und zu verstehen.
Du kennst das Gefühl und möchtest etwas für Dich tun? Dann buche ein kostenfreies Infogespräch und lass uns sprechen, wie ich Dich bestmöglich unterstützen kann.
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Eine offizielle Studie über das emotionale Essen gibt es bislang nicht. Schätzungen der Krankenkassen gehen jedoch davon aus, dass mindestens 35% der Menschen in Deutschland von emotionalem Essen betroffen sind. Wahrscheinlich ist die Dunkelziffer noch viel höher.
Emotionen sind ein natürlicher Bestandteil unseres Lebens. Sie beeinflussen, wie wir Entscheidungen treffen, wie wir uns fühlen und auch, wie und was wir essen.
Emotionales Essen beschreibt ein Phänomen, bei dem man nicht primär hungrig bist, sondern aus emotionalen Gründen zum Essen greifst. Das passiert oft bei Gefühlen wie Stress, Langeweile, Traurigkeit, Einsamkeit oder Frustration. In solchen Momenten kompensieren wir diese Gefühle häufig mit fettigem, hochkalorischem Essen.
Hier sind 5 Hinweise:
Kennst Du den Gedanken: „Wenn ich nur stark genug wäre, dann könnte ich das einfach ändern!” ? Wenn das einer Deiner Überzeugungen ist, dann bist Du nicht alleine. Viele Menschen glauben, dass sie nur „willensstark“ sein müssten, um ihr Essverhalten zu ändern. Doch das ist ein Irrtum. Emotionales Essen ist kein Zeichen von Schwäche oder mangelnder Disziplin. Es sind vielmehr tief verwurzelte Muster, die oft schon in der Kindheit entstanden sind und im Unterbewusstsein tief verankert sind.
Diese Essmuster entstehen durch wiederholte Verhaltensweisen, die uns kurzfristig Trost oder Sicherheit geben. Vielleicht hast Du in Deiner Kindheit gelernt, dass Süßigkeiten eine Belohnung sind oder dass sie Trost spenden, wenn Du Dich traurig fühlst. Solche Verhaltensweisen werden im Laufe der Zeit zu automatischen Reaktionen, die wir kaum noch bewusst steuern können.
Deine Willenskraft – so stark und so schwach wie ein Muskel
Wenn wir versuchen, diese Essmuster nur mit Willenskraft zu überwinden, ist das meist zum Scheitern verurteilt. Denn Willenskraft ist wie die Muskelkraft: Sie ist nur begrenzt Leistungsfähig und ermüdet mit der Zeit. Du kannst Dir früh morgens vornehmen, heute mal nichts zu naschen, spätestens am Abend ist dieser Vorsatz ermüdet und Du greifst zur Schokolade.
Wenn Du Dich nur auf Deine Willenskraft verlässt, um dem emotionalen Essen zu widerstehen, wirst Du irgendwann schwach – vor allem in Momenten, in denen Du emotional belastet bist.
Wenn Du mehr über die Willenskraft erfahren möchtest, empfehle ich Dir den Blogbeitrag: Link: Die Willenskraft – eine unendliche Kraft? – Sybille Tremel
Vielleicht fragst Du Dich jetzt: „Was kann ich tun, um aus diesem Kreislauf auszusteigen?“ Hier einige Anregungen, die Dir eine Orientierung bieten können:
Wenn du Interesse hast, schau doch mal vorbei: Link: Onlinekurs emotionales Essen – Sybille Tremel
Die Binge-Eating-Störung, geht auch mit viel Essen einher, ist aber eine ernsthafte Essstörung, die sich deutlich vom emotionalen Essen unterscheidet.
Bei einer Binge-Eating-Störung treten wiederholte Fressattacken auf, die mindestens an zwei Tagen pro Woche über einen Zeitraum von sechs Monaten vorkommen. Dabei wird innerhalb kürzester Zeit eine unglaublich große Menge an Nahrung aufgenommen – oft mehr, als die meisten Menschen in einer vergleichbaren Zeitspanne und unter ähnlichen Umständen essen würden.
Personen, die an einer Binge-Eating-Störung leiden, konsumieren diese großen Mengen an Nahrungsmitteln häufig alleine und im Verborgenen, weil ihnen das schnelle und ausgedehnte Essen in Gesellschaft sehr peinlich ist.
Diese Störung ist eine schwere und ernstzunehmende psychische Erkrankung, die unbedingt professionell behandelt werden sollte.
Wenn du mehr über das Thema Essstörungen erfahren möchtest, kann ich Dir die Homepage des Bundesinstituts für öffentliche Gesundheit empfehlen: Link: Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit
Welchen Umgang findest Du in Deinem Alltag mit Deinen Emotionen? Ist es auch der Schokoriegel am Nachmittag oder die Chips am Abend? Ab und zu ist es völlig in Ordnung, sich eine kleine Nascherei zu gönnen. problematisch wird es nur, wenn dieses Verhalten zur täglichen Routine wird und dadurch gesundheitliche Probleme wie Übergewicht oder Adipositas verursacht wird.
Denn: Gefühle wollen gefühlt werden. Durch das Unterdrücken oder Kompensieren werden sie nicht kleiner, sondern lauter!
Wenn auch Du unter emotinalem Essen leidest, melde Dich gerne und lass uns sprechen, wie ich Dich auf Deinem Weg zu mehr Gesundheit und Leichtigkeit unterstützen kann. Hier geht’s zur Terminbuchung: Link zum kostenfreien Infotermin
Von Herzen
Sybille Tremel
Deine Heilpraktikerin in Wilhelmsdorf. Nähe Herzogenaurach, Emskirchen, Neustadt an der Aisch und Langenzenn